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By Carsten Witter

Begriff und Reichweite des Verbots aufeinander abgestimmten Verhaltens (§ 25 I GWB a. F.) haben durch die Neufassung des GWB im Rahmen der Sechsten Kartellgesetznovelle eine neue Aktualität erfahren. Zentrales challenge bleibt dabei die Beurteilung des sogenannten bewussten Parallelverhaltens. Carsten Witter entwickelt rechtlich handhabbare Kriterien, um wettbewerbswidrige Verhaltensabstimmungen von rein marktmäßigen Vorgängen abzugrenzen und bestehende Nachweisprobleme zu lösen. Der Autor zeigt, dass bewusstes Parallelverhalten eine Unternehmensstrategie zur Abstimmung von Wettbewerbsparametern ist und daher als aufeinander abgestimmtes Verhalten betrachtet werden muss.

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Viele Lehrbücher gehen noch heute in ihren Darstellungen des Konkurrenzmechamsmus von diesem Idealtypischen Extremfall aus. Typisches Erkennungszeichen ökonomischer Erklärungsmodelle, die auf den Vorstellungen des vollkommenem Wettbewerbs beruhen, ist, daß sie den Wettbewerb in Form geschlossener zweidimensionaler Modelle abbilden. Dies beruht auf der Annahme, daß im Wettbewerbsprozeß lediglich Preise und Mengen als endogene Variablen bestimmt werden, während die Marktstruktur, Marktform, Verhaltensweisen der Marktteilnehmer, Produktionsverfahren und auch das Produkt selber als exogene Größen geiten.

Marktzutrittsschranken beeinflussen die Gewinnerwartung von Newcomern und schotten so die Märkte gegen potentielle Konkurrenten ab37 . 35 36 37 Vgl. Höfer, S. 174. Höfer, S. 174. Vgl. dazu ausfilhrlich Kapitel 4 IIT. 17 IV. Beschränkung des Wettbewerbs durch Verhaltensabstimmungen 1) Der wettbewerbspolitische Zielkatalog Um eine rationale Wettbewerbspoltik betreiben zu können, muß man sich über die Ziele im klaren sein, die mit ihr verfolgt werden sollen. Ausgehend von den drei gesellschaftlichen Grundwerten Freiheit, Wohlstand und Gerechtigkeit als Oberziele hat sich in der wettbewerbstheoretischen Literatur trotz unterschiedlicher Auffassung darüber, was unter dem Begriff Wettbewerb zu verstehen ist, zumindest in Hinblick auf die durch den Wettbewerb zu verwirklichenden Aufgaben ein weitgehender Konsens herausgebildet38 .

Die drohende Aussicht einer niedrigeren Profitspanne gibt den Unternehmen einen Anreiz, Rationalisierungsmöglichkeiten nicht länger außer acht zu lassen und durch die Senkung der eigenen Produktionskosten die Gewinnspanne möglichst groß zu halten36• Wäre immer und jederzeit ein freier Zugang zu allen Märkten gewährt, könnten überhöhte Preise nicht etabliert werden. Zumindest das Problem wettbewerbsbeschränkender Preisabstimmungen wäre damit gelöst. In der Realität gibt es solche freien Märkte indes kaum oder gar nicht.

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